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Der Zimmermann

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Der berühmteste Vertreter des Berufsstandes findet sich in der Bibel: Es handelt sich um Joseph, denn Jesus wuchs bekanntlich im Haus eines Zimmermanns auf. Den Beruf des Zimmermanns oder Zimmerers gibt es allerdings schon weitaus länger. Davon legen die Pfahlbauten Zeugnis ab, die bereits im Altertum bekannt waren. In dieser Zeit oblag dem Zimmermann nicht nur die Ausführung des Baues, vielmehr vereinte er die Funktion von Architekt, Baumeister und Werkmeister in seiner Person.

Eine alte Spruchweisheit macht Tradition und Bedeutung des Zimmererhandwerks deutlich:
Es lebe hoch der Zimmermann
Denn dieses Handwerk ging voran
Eh man an Kalk und Stein gedacht
Ward schon das Haus aus Holz gemacht.


Der Steinbau, auf den dieser Spruch anspielt, setzte sich erst gegen Ende des 17. Anfang des 18. Jahrhunderts auf breiter Basis durch.
Bis dahin entstanden zumeist Fachwerkhäuser. Die Änderung der Bauweise traf jedoch in erster Linie nicht den Zimmermann, sondern den Kleiber.

Der Kleiber bestrich das Holzgeflecht, das der Zimmermann errichtet hatte, mit Lehm und gehäkseltem Stroh. Anstelle dieser Masse verwendeten die Baumeister nun Stein oder Kalk — der Beruf des Kleibers starb innerhalb kurzer Zeit aus; Mitte des 18. Jahrhunderts war er in Deutschland nicht mehr bekannt.