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Der Zimmermann

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Bei keinem Bauhandwerk ist die Tradition der Kleidung so ausgeprägt wie beim Zimmermann. Ihr Anzug bestand seit jeher aus schwarzem Manchestersamt, die Hosen erweiterten sich nach unten und verfügten über einen breiten Schlag. Der kurze Rock hatte ebenso Perlmuttknöpfe wie die weit ausgeschnittene Weste über einem weißen, kragenlosen Hemd. Dazu trugen die Gesellen einen breitrandigen Filzhut, den sie auch auf der Baustelle nur selten ablegten. Diese Sitte hatte einen praktischen Grund: Der große Hut schützte den Zimmermann vor der prallen Sonne.

Zahlreiche Kleidungsstücke der Zimmerleute hatten eigene Namen. Der Hut hieß »Obermann«, das schmale Krawattenband des Hemdes »Ehrbarkeit«. Den dicken, gewundenen Stock, mit dem die Zimmerer auf Wanderschaft gingen, nannten sie »Stenz«. Die Kleidungsregeln waren überaus streng: Wer ohne Hut oder Halsbinde auf der Straße angetroffen wurde, musste sein Fehlverhalten bei der nächsten Versammlung öffentlich recht fertigen.